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Corporate Social Responsibility (CSR)

Der Weg in Richtung erfolgreiche Zukunft führt für Unternehmen über eine nachhaltige Denkweise. Im Sinne der Nachhaltigkeit sind nicht rein ökonomische Gesichtspunkte entscheidend: Nur wer in seinen Entscheidungen auch Soziales und Ökologisches berücksichtigt, kann gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. In diesem Zusammenhang ist häufig von CSR die Rede.

(Lesedauer: 6 Minuten)

Was ist Corporate Social Responsibility?

Laut der Europäischen Kommission definiert sich Corporate Social Responsibility wie folgt als „Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft“. Diese zeigt sich vor allem bei folgenden Merkmalen:

  1. Sie bezieht sich hauptsächlich auf soziale und ökologische Gesichtspunkte.
  2. Maßnahmen sind freiwillig und sollen der Gesellschaft dienen. Mit ihnen leistet man als Unternehmer mehr als gesetzlich gefordert wird.
  3. Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens muss dabei im Fokus stehen. Reine Wohltätigkeit kann zwar Baustein der Wahrnehmung der CSR des Unternehmens sein, ist aber nicht der entscheidende Teil. Stattdessen geht es darum, die gesellschaftliche Verantwortung direkt bei unternehmerischen Entscheidungen mit einzubeziehen.

Wo Unternehmen Verantwortung übernehmen können

Es gibt keine pauschale Antwort, wo Unternehmer anfangen sollten, um der Corporate Social Responsibility gerecht zu werden. Obwohl die Umsetzung von Betrieb zu Betrieb anders aussieht, unterscheidet man in der Regel zwischen innerem, mittlerem und äußerem Verantwortungsbereich.

·      Innerer Verantwortungsbereich

Hierbei geht es um die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung im Kerngeschäft. Das Hauptaugenmerk steht auf fairen Geschäftspraktiken und dem Befolgen von Gesetzen.

Es kann die Frage aufkommen, was das Einhalten von Gesetzen mit Freiwilligkeit zu tun haben kann. Beispielsweise ist hier von der Produktion in Staaten die Rede, in denen Gesetze zum Arbeitnehmerschutz kaum überprüft oder Verstöße gar toleriert werden, um den Standort für Unternehmen lukrativer zu gestalten. Hier bedeutet Verantwortung, auch dann noch geltende Gesetze und Richtlinien umzusetzen, wenn der Verstoß möglich wäre und keine Strafen drohen würden – und all dies zum Gewinn des Unternehmens beitragen würde.

Natürlich sollen Unternehmen profitabel bleiben – keine Frage! Jedoch darf der Gewinn nicht um jeden Preis maximiert werden.

Weitere konkrete Beispiele für CSR-konformes Handeln sind auch die Bekämpfung von Sozialdumping und die Einhaltung von Sozialklauseln. Auch die Einhaltung der vier Normen der ILO (International Labour Organization), die als weltweiter Mindeststandard für Arbeitnehmer gelten sollen, kann dazugezählt werden:

  • Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen
  • Beseitigung der Zwangsarbeit
  • Abschaffung der Kinderarbeit
  • Verbot der Diskriminierung in Beschäftigungen und Beruf

·      Mittlerer Verantwortungsbereich

Dieser Bereich umfasst die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens: Darunter fallen Arbeitsstandards, Umweltstandards und Lieferkettenmanagement. Auch die Interessen von Stakeholdern zählen dazu.

Auch hier dient die freiwillige Selbstverpflichtung als Grundlage. Eine Orientierung bietet der UN Global Compact mit seinen 10 Prinzipien. 2000 wurde jene Organisation vom damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan ins Leben gerufen. Laut eigenen Aussagen handelt es sich um die „weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung“.

In einem mittleren Verantwortungsbereich könnten konkrete Maßnahmen folgendermaßen aussehen:

  • Zusätzliche Maßnahmen zum Arbeitsschutz
  • Mitarbeiterorientierte Personalpolitik
  • Ökologische Gestaltung des Standorts
  • Sparsamer Einsatz natürlicher Ressourcen

·      Äußerer Verantwortungsbereich

Dieser Bereich umfasst alles, was unter den Begriff Wohltätigkeit fällt. Es können alle freiwilligen sozialen und ökologischen Initiativen eines Unternehmens sein, die über das Kerngeschäft und die Wertschöpfungskette hinausgehen.

Dazu zählen beispielsweise:

  • Sponsoring
  • Engagement vor Ort
  • Spenden
  • Den Mitarbeitern freigeben, um ehrenamtliche Tätigkeiten zu erfüllen (Corporate Volunteering)

Warum Corporate Social Responsibility so wichtig ist

Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen von geschäftlichen Entscheidungen auf ein Unternehmen. Welche Spuren werden sozial und ökologisch hinterlassen? All das muss mit der gleichzeitigen Profitabilität abgewägt werden. Jedoch zählt jeder kleine Schritt eines Unternehmens, der einen positiven Impact auf Unternehmen hinterlässt.

Gerade durch Maßnahmen für die Umwelt lassen sich langfristig Kosten sparen. Nebenbei lässt sich das Unternehmen dadurch auch für die Zukunft wappnen. Wer beispielsweise auf ressourcensparende Produktionsabläufe setzt, ist damit länger unabhängig von knappen und damit teuren Ressourcen. Das rechnet sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch finanziell.

Selbstverständlich hat die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung auch eine positive Auswirkung auf das Unternehmensimage. Das Vertrauen gegenüber dem Unternehmen wächst und nicht nur Kunden, sondern auch potentielle Bewerber werden darauf aufmerksam. Dies sollte jedoch nur ein positiver Nebeneffekt sein. Auf lange Sicht wird sich nämlich zeigen, welches Unternehmen sich einzig und allein auf eine positive Außendarstellung fokussiert hat – und welchen es wirklich um nachhaltige Werte geht.

So werden ökonomische und soziale Maßnahmen oft nur vorgetäuscht oder aber dafür genutzt, dass andere Missstände nicht an die Öffentlichkeit geraten. Präsentiert sich ein Unternehmen grüner, als es eigentlich ist, wird von Greenwashing gesprochen. Ganz abgesehen von den Auswirkungen auf die Umwelt, ist der Imageschaden später oft größer, als der vorherige Nutzen.

Corporate Social Responsibility – wo soll man anfangen?

Im Sinne der CSR können sich Unternehmer vom inneren zum äußeren Verantwortungsbereich vorarbeiten. Noch vor der Spende an den heimischen Kindergarten sollten beispielsweise die Arbeitsbedingungen an den Produktionsstandorten im Fokus stehen.

Am besten liegt also der Anfang unmittelbar bei der Produktion – auch, wenn es sich hier nicht um jene Maßnahme handelt, wo der unmittelbare Image-Gewinn des Unternehmens am größten ist.

All das soll natürlich nicht bedeuten, dass bereits bestehende Wohltätigkeitsprojekte zurückgefahren werden sollen. Vielmehr geht es darum, bei künftigen Entscheidungen die Nachhaltigkeit, sozial wie ökologisch, vermehrt von innen nach außen heraus zu denken.

Wichtig ist sich als Unternehmen realistische und messbare Ziele zu setzen, um die CSR wahrzunehmen. Die Maßnahmen und die Motivation dahinter sollten offen mit der gesamten Belegschaft besprochen werden: Denn nur, wenn jeder sich der Verantwortung des Unternehmens bewusst ist, können dafür alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

Janina Zaminer



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