Wohlfahrt2022-02-14T11:32:44+00:00

Unternehmer Lexikon

Wohlfahrt

Wohlfahrt lässt sich nach sozialen und wirtschaftlichen Aspekten unterscheiden. Die soziale Wohlfahrt stellt darauf ab, dass einem Menschen genügend Mittel zur Verfügung stehen, um das eigene Leben möglichst unabhängig zu gestalten. Die Wohlfahrt im ökonomischen Sinne untersucht die Frage, wie die knappen Ressourcen in einer Volkswirtschaft so aufgeteilt werden können, dass alle versorgt sind. Zur Ermittlung der wohlfahrt werden die Konsumentenrente und die Produzentenrente berechnet.

Welche Bedeutung hat die Wohlfahrt für die Wirtschaft?

Die ökonomische Wohlfahrt zeigt, welchen Nutzen die Volkswirtschaft dem einzelnen Menschen und allen Bürgern eines Staates bringt.

Dabei wird insbesondere auf diese beiden Faktoren abgestellt:

  • Konsumentenrente
  • Produzentenrente

Konsumentenrente

Die Wohlfahrt einer Volkswirtschaft wird durch das Angebot und die Nachfrage an Gütern bestimmt. Im Optimalfall legt der Anbieter einen Preis fest, den alle Nachfrager akzeptieren. Kann der Anbieter sein Produkt komplett verkaufen, herrscht auf dem Markt der Gleichgewichtspreis.

In der Realität stimmen Angebot und Nachfrage selten überein. In der Regel agieren die Konsumenten bei niedrigen Preisen. Dies bedeutet, der Anbieter muss seinen Preis senken. Einige Nachfrager nehmen den Preis aber an und zeigen ihre Bereitschaft, auch einen höheren Preis zu zahlen.

Was ist die Konsumentenrente?

Durch die Zahlungsbereitschaft einiger Nachfrager entsteht eine Lücke zum Gleichgewichtspreis, die in der Volkswirtschaft als Konsumentenrente bezeichnet wird. Die Höhe dieser Rente ist abhängig von dem angebotenen Preis. Ist dieser niedrig, lässt sich eine hohe Konsumentenrente ermitteln. Bei einem hohen Verkaufspreis ist die Rente niedrig.

Produzentenrente

Die ökonomische Wohlfahrt ist nicht nur von der Nachfragerseite abhängig. Auch die Produzentenrente muss bekannt sein, damit die ökonomische Wohlfahrt ermittelt werden kann.

Die Produzentenrente dokumentiert die Verkaufsbereitschaft des Anbieters. Wichtig ist, dass er zumindest einen Preis festgelegt, der die Gesamtkosten der Herstellung deckt. Achtet der Verkäufer nicht darauf, erwirtschaftet er einen Verlust.

Wie wird die ökonomische Wohlfahrt ermittelt?

Die ökonomische Wohlfahrt wird aus der Summe von Produzentenrente und Konsumentenrente berechnet.

Wie wird die ökonomische Wohlfahrt ermittelt?

Treffen Anbieter und Nachfrager auf einem Markt zusammen, können die folgenden Marktstrukturen unterschieden werden:

  • Monopol
  • Oligopol
  • Polypol

Im Monopol

Im Monopol trifft ein Anbieter auf viele Nachfrager. Seine Stellung erlaubt es dem Monopolisten den Preis für sein Produkt zu bestimmen. Ein Monopolist steht nicht im Wettbewerb und muss keine Konkurrenz fürchten.

Im Oligopol

Beim Oligopol muss nach Angebotsoligopol und Nachfrageoligopol unterschieden werden. Im Nachfrageoligopol sind überwiegend die Anbieter vertreten. Ihre Produkte werden von einer kleinen Anzahl an Konsumenten nachgefragt. Im Angebotsoligopol verhält es sich genau umgekehrt.

Im Polypol

Das Polypol kennzeichnet sich dadurch, dass viele Anbieter auf viele Nachfrager treffen. Unter den Anbietern herrscht starke Konkurrenz. Die Nachfrager haben nicht genügend Macht, um den Preis zu beeinflussen.

Die Wohlfahrt wirkt sich nur in einem Monopol aus. Durch die Festlegung des Preises bestimmt der Monopolist die Marktregeln. Da er sich mit keiner Konkurrenz auseinandersetzen muss, kann er auch einen Höchstpreis für sein Produkt verlangen. Dabei kalkuliert der Monopolist auch ein, dass sein Produkt nicht von allen Konsumenten nachgefragt wird.

Je höher der Preis über dem Gleichgewichtspreis liegt, desto weniger Nachfrager interessieren sich für die angebotenen Waren. Die verringerte Zahlungsbereitschaft der Käufer führt zu einer Abnahme der Konsumentenrente. Im Ergebnis entsteht ein ökonomischer Wohlfahrtsverlust.

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