Unternehmer Lexikon
Snobeffekt


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Snobeffekt
Der Snobeffekt beschreibt ein unnatürliches Nachfrageverhalten. Der Snob ist ein Konsument, der erst dann als Nachfrager auf dem Markt aktiv wird, wenn dort exklusive Güter angeboten werden. Dem Snob kommt es aber weniger auf die Qualität der Güter an. Er kauft Luxusgüter und andere teure Waren, weil er sich von der Masse der anderen Käufer abheben möchte.
Wie macht sich der Snobeffekt bemerkbar?
Der Snobeffekt stellt ein gegenteiliges Marktverhalten dar. Auf dem Markt treten Anbieter und Nachfrager auf. Je billiger die Produkte angeboten werden, desto höher ist in der Regel die Nachfrage der Konsumenten. Werden die Produkte teurer, lässt sich ein Rückgang der Nachfrage feststellen. Das Ziel des Marktes ist es, den Gleichgewichtspreis zu erzielen. Dies ist der Preis, zu dem die Verkäufer ihre Ware anbieten und die Käufer die Waren bezahlen. Die angebotene und die nachgefragte Menge stimmen hier überein.
Für einen Snob spielt der Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage keine Rolle. Er ist nicht daran interessiert, die Produkte zu einem möglichst geringen Preis zu erwerben. Im Gegenteil, ein Snob legt Wert auf Exklusivität. Ihm ist es wichtig, dass er sich von der Menge abhebt. Deshalb hält der Snob überwiegend nach Luxusgütern Ausschau. Dabei geht es ihm ausschließlich um sein Prestige. Volkswirtschaftlich wird dieses Verhalten als Snob-Effekt bezeichnet.
Was sind die Kennzeichen eines Snobs?
Der Snobeffekt tritt durch Nachfrager ein, die insbesondere die folgenden Kennzeichen aufweisen:
- Ein Snob zeigt, dass er Geld hat.
- Seine finanzielle Überlegenheit stellt er gerne zur Schau.
- Für ihn ist es nicht relevant, ob er die gekauften Produkte tatsächlich benötigt.
- Die Ware an sich interessiert ihn gar nicht. Ihm kommt es nur darauf an, dass er sich von der Masse der anderen Konsumenten abhebt.