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Entgegen der Variante des Maximum- beziehungsweise Minimalprinzips, die den Einsatz der Mittel respektive die gegebenen Zielsetzungen in den Vordergrund stellen, stellt das Optimumprinzip das optimale Verhältnis in den Blickpunkt der Unternehmer. Fraglich ist dann, ob die für das Erreichen des Ziels eingesetzten Mittel in einem optimalen Verhältnis zueinander stehen.

Der Nutzen einer Sache soll daher mit kleinen Mitteln gesteigert werden, sodass die Nutzung selbst effektiver ist als vorher. Beispielsweise bei dem Bau einer Autobahnbrücke, die kostengünstig gebaut und so konzipiert wurde, dass innerhalb einer Betriebsstunde möglichst viele Autos in beide Richtungen die Brücke passieren können.

Die Entlastung, die dadurch für weitere Streckenabschnitt eintritt, bildet gewissermaßen die Zielsetzung des auch als Extremumprinzip definierten Ansatzes.

Durchführung des Optimumprinzips

Grundsätzlich geht das sogenannte ökonomische Prinzip davon aus, dass Knappheit an Gütern herrscht. Daher müssen die Wirtschaftssubjekte alle eingesetzten Mittel möglichst optimal auf verschiedene Alternativen verteilen, um ihren individuellen Nutzen zu maximieren. Mit Ausnahme einiger, weniger Güter wie beispielsweise Luft sind in der Tat alle Güter knapp. Dabei haben die Wirtschaftssubjekte allerdings verschiedene Möglichkeiten, um ihren Nutzen zu optimieren.

Vom sogenannten Optimumprinzip oder Extremumprinzip ist zu sprechen, wenn sowohl Aufwand als auch Ergebnis variabel sind. Somit wählt das Wirtschaftssubjekt das für sich passende Verhältnis aus beiden Faktoren, was im Gegensatz zu Minimum- und Maximumprinzip steht:

  • Minimumprinzip: Agiert beispielsweise ein Unternehmen nach diesem Prinzip, so wird das Ergebnis (Output) konstant gehalten und versucht, den Aufwand (Input) zu minieren.
  • Maximumprinzip: Hingegen zielt das Maximumprinzip auf eine Maximierung des Outputs bei konstantem Input ab.

In der modernen Betriebswirtschaftslehre wird davon ausgegangen, dass nur das Optimumprinzip den komplexen Entscheidungsvorgängen gerecht werden kann. Es ist wenig sinnvoll, entweder Output oder Input konstant zu halten, weil hierdurch der Entscheidungsspielraum eingeschränkt wird.