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Wie funktioniert die Lieferschwelle seit 1.7.2021?

Lieferschwellen sind betragliche Grenzen, die im EU-Geschäftsverkehr zwischen Lieferanten und Kunden zum Tragen kommen. Jedoch gab es im Juli dieses Jahres eine neue Regelung, die das Wegfallen der Lieferschwelle betrifft. Der Business Software Spezialist und Steuerberater Andreas Dürrschmid erklärt Ihnen, was überhaupt Lieferschwellen sind und was diese seit dem 1.Juli.2021 für Lieferanten bedeuten.

(Lesedauer: 3 Minuten)

Was sind Lieferschwellen?

Die Lieferschwelle ist eine betragliche Grenze, die im europäischen Geschäftsverkehr zwischen Lieferanten und Kunden zum Tragen kommt. Die Besonderheit dabei ist, dass es sich bei diesen Kunden ausschließlich um Kunden ohne Umsatzsteueridentifikationsnummer (UID-Nummer) handelt. Das sind in der Regel Privatpersonen.

Beispiel:

Stellen Sie sich vor, Sie haben als österreichisches Unternehmen ohne UID-Nummer einen deutschen Kunden. Sie müssen bis zur Überschreitung der Lieferschwelle die österreichische Umsatzsteuer verrechnen. Ab Überschreitung dieser kommt es zum Verrechnen der deutschen Umsatzsteuer. Hierzu ist es allerdings notwendig, dass Sie sich als österreichisches Unternehmen in Deutschland steuerrechtlich registrieren lassen und eine deutsche Steuernummer bekommen.

Nun kann man sich vorstellen, dass das alles kompliziert und zeitaufwendig wird, wenn man nicht nur ein EU-Land hat, in dem man die Lieferschwelle überschreitet, sondern mehrere.

Genau hier setzt die neue Regelung ab Juli an: Sie betrifft das Wegfallen der Lieferschwellen.

Die Bedeutung der Lieferschwelle für Lieferanten

In Zukunft gibt es eine jährliche Grenze von 10.000€. Diese Kleinunternehmergrenze gilt als Summe für alle EU-Länder. Das heißt, wenn Unternehmen maximal 10.000€ Umsätze mit Privatkunden in den einzelnen EU-Ländern haben, bleiben sie weiterhin in Österreich steuerpflichtig und verrechnen die österreichische Umsatzsteuer.

In den meisten Fällen wird es allerdings dazu kommen, dass in Zukunft die jeweiligen Umsatzsteuern der einzelnen EU-Länder verrechnen werden müssen. Das bedeutet, dass die Umsatzsteuern für Deutschland, Italien, Frankreich und Co. in den Rechnungen fakturiert werden müssen.

Was bedeutet „OSS“

Um nicht in jedem EU-Land steuerpflichtig zu werden und sich nicht steuerlich registrieren zu müssen, gibt es nun ab Juli den sogenannten „OSS“ (kurz für „One-Stop-Shop“).

Das bedeutet, sämtliche EU-Umsatzsteuern, die verrechnet werden, werden in einer Summe direkt an das österreichische Finanzamt überwiesen. Parallel dazu erfolgt eine „OSS-Meldung“, in welcher Unternehmen diesen zu überweisenden Betrag mit den einzelnen Landesbeträgen aufgegliedert darstellen können. Dadurch hat das Finanzamt die Möglichkeit die einzelnen Landesumsatzsteuern an die jeweiligen EU-Länder weiterzuleiten.

Lieferschwellen-Funktion in Sage 50

Bereits im Sage 50 ist die Funktion „Lieferschwelle“ als FaaS (kurz: „Feature as a Service“) optional erhältlich!



Mag. Andreas Dürrschmid, Steuerberater und zertifizierter Datenschutzbeauftragter

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