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Social Media Trends, die Sie kennen sollten!

Soziale Medien sind schnelllebig und ständig im Wandel. Sie gehören längst zu den fest etablierten Kommunikationskanälen und sind längst ein Bereich in der Unternehmenswelt. Wer heute seine Social Media Accounts richtig bespielt, erreicht seine Zielgruppe effektiver, gewinnt ihr Vertrauen und verkauft erfolgreich seine Produkte.

(Lesedauer: 4 Minuten)

Fast drei Milliarden Menschen sind auf sozialen Netzwerken aktiv. Aus diesem Grund ist es keinesfalls übertrieben zu sagen, dass viele von uns einen Großteil ihres Lebens in den sozialen Medien verbringen. Eine ganze Generation lebt nach dem Motto „If you didn’t Instagram it, did it even happen?“. Social Media ist zu einem prominenten Bestandteil des Lebens und der täglichen Routine vieler Menschen geworden. Nicht selten ist es die letzte Handlung vor dem Schlafengehen, die Social-Media-Feeds zu checken und direkt die erste nach dem Aufwachen.

Platzhirsch bleibt hier immer noch Facebook. Der rasante Aufstieg von TikTok, das innerhalb kurzer Zeit bereits 800 Millionen User gewann, zeigt aber wie schnell sich online neue Player etablieren können. Doch ist die Aufmerksamkeitsspanne von „Generation Social Media“ gerade so lang, wie es dauert, doppelt auf ein Bild auf dem Smartphone-Bildschirm zu tippen. Der Wettbewerb steigt stetig, weshalb Unternehmen es immer schwerer haben von potenziellen Verbrauchern wahrgenommen zu werden. Eine klare Social-Media-Marketingstrategie ist daher unabdingbar für Unternehmen.

Die wichtigsten sozialen Netzwerke

Das Statista Research Department führte dieses Jahr eine Umfrage zu den wichtigsten Social Media Plattformen für das Marketing weltweit durch. Diese ergab, dass Facebook nach wie vor Spitzenreiter der sozialen Netzwerke ist. Dahinter folgen Instagram und LinkedIn.

Vergleicht man diese Daten mit dem Userverhalten in Österreich, ergibt sich folgendes Bild:
Laut dem artworx Social Media Report 2020 belegt Facebook mit 3,9 Millionen aktiven Nutzern ebenfalls den ersten Platz. Mit über 2,4 Millionen Usern ist Instagram die zweitgrößte Social Media Plattform. Mit 1,4 Millionen Nutzern ist LinkedIn hierzulande das beliebteste Jobportal.

Obwohl Online – Videos immer beliebter werden, setzen vergleichsweise wenig Unternehmen auf YouTube. Dabei streamen 5,8 Millionen ÖsterreicherInnen Videos auf der beliebten Plattform. Unternehmen sollten demnach weiterhin auf die großen sozialen Medien setzen und gleichzeitig ihre Zielgruppe im Auge behalten. Denn vor allem jüngere Nutzer, wie die Generation Z, suchen sich bereits neue Plattformen wie Snapchat oder TikTok.

1.   Kurze und vergängliche Inhalte als Erfolgskonzept

Inhalte jeglicher Art sollten in den sozialen Medien kurz und knackig gehalten werden – ganz nach dem Motto „in der Kürze liegt die Würze“. Sind Beiträge zu lang oder kompliziert, schaltet der User gedanklich ab. Genau deshalb müssen Beiträge möglichst prägnant sein.

Zudem ist die Vergänglichkeit von Inhalten ein spannendes Thema. Instagram und Snapchat Stories sind perfekte Beispiele für diese Art von Content. Durch die geringe zeitliche Verfügbarkeit entsteht ein exklusiver Charakter. Stories sind kurz, fesselnd und verschwinden nach einer gewissen Zeit „für immer“. User verbringen oft Stunden damit, eine Story nach der anderen durchzuschauen.

Außerdem gelten sie als authentischer und nahbarer als der durchgeplante und kuratierte Feed. Das zeigt sich auch an dem deutlichen Anstieg der täglichen aktiven Nutzer von Instagram Stories.

2.   Nischen – Plattformen kämpfen sich ihren Weg an die Spitze

Neben den beiden Plattformen, die seit jeher die Social Media Welt dominieren – Facebook und Instagram – konnten in den letzten Jahren nicht nur mehrere andere Nischen-Social-Media-Plattformen neu entstehen, sondern auch deutlich an Popularität gewinnen. Besonders TikTok als auch LinkedIn sind groß im Kommen, und ersteres besonders bei der jüngeren Zielgruppe. Über 800 Millionen aktive Userinnen und User konnte TikTok innerhalb kürzester Zeit auf seine Plattform locken. Gleichzeitig verbringen Nutzerinnen und Nutzer sehr viel Zeit auf der neuartigen Plattform, im Durchschnitt 46 Minuten pro Tag. Das soziale Netzwerk bietet für Unternehmen ein ungeheures Potenzial an Aufmerksamkeit.
B2B-Unternehmen schauen auf LinkedIn für ihre Social-Media-Initiativen, während die Gaming-Community zu Twitch strömt.

Solche „kleinen“ Plattformen sollte man im Auge behalten, da sie weiter neu entstehen und an Popularität gewinnen werden. Dennoch sollte jedes Unternehmen individuell entscheiden, welche Plattformen für seine Inhalte sinnvoll zu bespielen sind. Oberste Regel ist hier: Der Content muss zur Plattform passen, und umgekehrt. Damit soll vor allem betont werden, dass der Blick nach links und rechts immer offen sein muss, um keinen Trend zu verpassen.

3.   Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sind keine Eintagsfliegen

Obwohl Virtual – und Augmented Reality schon seit langem ein Thema ist, wurden diese Technologien bisher nur sparsam eingesetzt. Das mag zum einen an den technischen Voraussetzungen liegen und zum anderen an einer gedanklichen Umstellung. Mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G soll den technischen Voraussetzungen zukünftig weniger im Weg stehen.

Einige Unternehmen setzen diese Technologien bereits erfolgreich ein: IKEA betreibt Virtual Stores, Micheal Kors bewirbt Sonnenbrillen mit Facefiltern auf Facebook und Sephora ermöglicht es, Make-Up zuerst virtuell auszuprobieren. Mittelfristig profitieren auch Unternehmen davon, indem sie ihre Kundschaft schon online von ihren Produkten überzeugen und dadurch die Rücksendequote senken.

So setzt Facebook mit dem Launch von Horizon auf virtuelle Welten. Darin sollen sich Userinnen und User in einer virtuellen Welt vernetzen können, gamen und Inhalte entdecken. Mit Spark AR können User eigene AR-Effekte kreieren und auf Instagram teilen. Und auch Snapchat bietet mit seinen eigenen Filtern ähnliche Möglichkeiten an. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Virtual Reality und Augmented Reality die Zukunft von sozialen Medien vermehrt prägen werden.

4.   Video – Content ist und bleibt König

Videoinhalte sind eine der ansprechendsten Content – Formate und werden wahrscheinlich schon bald die Social – Media – Welt dominieren. Egal, ob es sich um ein Video auf TikTok oder um langgezogene Vlogs auf YouTube handelt: Videos sind die Zukunft der Social Media Inhalte. Experten schätzen, dass bis 2022 zirka 82 Prozent aller Online – Inhalte Videoinhalte sein werden. Die steigende Bedeutung von Videoinhalten für Brands im Bereich der sozialen Medien liegt also auf der Hand. Vor allem die jüngere Generation fühlt sich von Clips angesprochen. Für Unternehmen sind daher kurze, unterhaltsame Videos essentiell, um junge Social Media User zu erreichen.

Unternehmen, die bisher noch keine Videoinhalte in ihre Social-Media-Strategie inkludieren, sollten sich also über ihre Video-Content-Strategie Gedanken machen. Auch IGTV ist ein Format, in das Instagram in nächster Zeit wohl viel Energie stecken und weiter ausbauen wird. Doch neben unterhaltsamen Inhalten, ist auch hier die Authentizität entscheidend.

5.   Weniger ist mehr: Mikro-Influencer-Marketing

Influencer-Marketing ist kein neuer Trend, aber wird wohl noch eine Weile erhalten bleiben. Es gibt tausende große und kleine Influencer in der heutigen Social-Media-Landschaft und täglich kommen neue hinzu.

Für viele Unternehmen ist Infleuncer-Marketing kein Fremdwort mehr. Allerdings hat es in diesem Bereich eine Verschiebung gegeben: Weg von den Großen, hin zu den kleinen Influencern mit geringerer Reichweite. Der Grund deshalb liegt darin, dass die populärsten Instagram- und YouTube-Stars für Unternehmen kaum mehr bezahlbar sind. Hinzu kommt, dass zahlreiche Follower an der Glaubwürdigkeit der Großen zweifeln.

So gehen viele Unternehmen inzwischen dazu über, auf weniger bekannte Personen zu setzen, die jedoch eine starke Glaubwürdigkeit in ihrer Community auszeichnet. Diese sogenannten Mikro-Influencer haben insgesamt weniger Follower (beginnt schon bei unter 1000 Followern), können aber innerhalb ihrer Nische eine hohe Authentizität vermitteln und Produkte dementsprechend unauffälliger und überzeugender bewerben.

6.   Instagram entfernt „Likes“

Mit über einer Milliarde registrierter User ist Instagram eines der größten sozialen Netzwerke. Alle großen Veränderungen, die hier umgesetzt werden, können die Social-Media-Landschaft prägen. Eine dieser Änderung ist, dass schon bald die Anzahl der Likes unter einem Beitrag nicht mehr öffentlich sichtbar sein werden. Laut dem CEO Adam Mosseri sollten dadurch nur noch die Likes der eigenen Beiträge ersichtlich sein, aber nicht mehr die Anzahl von anderen.

Nach Testphasen, unter anderem in Australien und Kanada, sehen auch erste Accounts hierzulande bereits keine Likezahlen mehr. Instagram selbst begründet diese Initiative mit der potenziell schädlichen Wirkung von Likes als Mittel der Selbstbestätigung auf die psychische Gesundheit vor allem junger Nutzer. Es gibt jedoch auch viele, die der Meinung sind, dass Instagram durch diese Änderung schlichtweg mehr Umsatz generieren will. Auch Influencer sind eher skeptisch gegenüber diesem neuen Konzept, da die Anzahl der Likes unter ihren Post eine Art der Währung ist.

Andere hingegen loben den Vorstoß, Instagram Likes auszublenden. Es wirke dem Konkurrenz– und Erfolgsdruck entgegen, den viele User spüren und der sich in erster Linie anhand der Anzahl an Likes misst. Sollte Instagram erfolgreich Likes entfernen und mehr Brands dazu bringen zur eigenen Anzeigenfunktion zu wechseln, könnte das für das Social-Media-Marketing auch auf anderen Plattformen bedeutende Änderungen mit sich bringen.

7.   Swipe Up for shopping

Auch Onlineshopping über die sozialen Netzwerke wurde in der letzten Zeit immer prominenter – und wird es wohl auch bleiben. Ein gutes Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit Influencern: Der Werbepartner stellt seine neue Sonnenbrille in seiner Instagram – Story vor. Diese will er seiner Community natürlich nicht vorenthalten und gibt ihr die Chance, mit einer „Swipe Up“ Aktion dieselbe Brille sein Eigen zu nennen – dafür muss nicht mal die Social Media Plattform verlassen werden.

Gleichzeitig gilt für den Verkauf über den eigenen Account: Foto hochladen, als Anzeige kennzeichnen, Produkte makieren und fertig ist der Onlinehandel. Für Konsumenten war Shopping noch nie so einfach.

8.   Social Listening: Wissen, was User über die Marke schreiben

Social Media ist eine Goldmine, wenn es darum geht, Daten darüber zu sammeln, wie User über eine Marke denken – oder genauer gesagt darüber schreiben. Dank leistungsstarken Tools ist es möglich, Daten aus den sozialen Netzwerken systematisch zu erfassen und verständlich aufzubereiten.

Nur wenn Unternehmen wissen, wie eine Kampagne oder eine Marke tatsächlich ankommt, können sie ihre Social-Media-Strategie entsprechend anpassen und die Wahrnehmung der eigenen Marke positiv beeinflussen.

Fazit

In den sozialen Medien tut sich viel – und in Zukunft werden noch viele Trends auf Instagram und Co. beobachtet werden können. Social Commerce wird ein weiteres wichtiges Thema sein, die Integration von Augmented Reality, Live – Streaming und der allgemeine Trend der Nachhaltigkeit sind Themen, die uns immer mehr und mehr begegnen werden. Was sich jedoch nicht ändern wird, ist die Dynamik und Schnelllebigkeit von Social-Media-Plattformen und deren Trends. Was heute das „Trending Topic“ ist, hat nächste Woche womöglich keine Relevanz mehr. Man muss nicht jeden Trend mitmachen, aber wer im Social-Media-Game mitspielen will, muss wissen, was die Nutzer interessiert und sich ständig neu anpassen.

Janina Zaminer



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