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Nachhaltigkeit im Internet

Hier mal ein Link-Klick, da mal ein Youtube Video oder vielleicht doch ein Serienmarathon auf Netflix. Was für uns eine kleine Sache ist und von einem auf den anderen Moment passiert, verbraucht Strom – und damit Ressourcen. Sofern es um die Reduktion von Plastik, einem minimalistischen Leben oder Ähnlichen geht, ist das Thema Nachhaltigkeit sonnenklar – jedoch nicht, wenn es um Nachhaltigkeit im Internet geht.

(Lesedauer: 5 Minuten)

Warum ist Nachhaltigkeit im Internet wichtig?

Wenn man online arbeiten, wirkt es erstmal umweltfreundlich, denn es werden Ressourcen wie Papier gespart. Jedoch bedeutet online nicht automatisch nachhaltig.

Der Klimawandel ist mit Sicherheit das wohl größte Umweltproblem unserer Zeit – und bringt viele weitere Probleme mit sich. Der steigende Energieverbrauch der stetig wachsenden Weltbevölkerung erschwert den Kampf gegen die globale Erwärmung. Dafür, dass unsere Gesellschaft auf lange Sicht möglichst nachhaltig im Internet unterwegs ist, müssen sowohl IT-Unternehmen als auch Nutzer gemeinsam sorgen.

Jede Nachricht und jedes Foto, das online ausgetauscht wird, jede aufgerufene Website, verursacht CO2. Denn dafür sind Daten nötig, die auf einem Server liegen. Werden diese Daten abgerufen, reisen sie von Server zu Server, bis sie am Zielrechner ankommen. Auf dieser Reise wird Energie verbraucht und CO2 entsteht.

Experten  vermuten, dass das Internet genauso viel Emissionen verursacht, wie der globale Flugverkehr – und die Tendenz ist steigend, da der digitale Datenhunger wächst. Es ist also dringend an der Zeit, das Internet nachhaltiger zu gestalten.

Konkrete Tipps, um nachhaltiger zu werden

1.   Nachhaltige Suchmaschine nutzen

Suchmaschinen sind und bleiben ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags. Eine Suchanfrage ist schnell getippt und liefert schnelle Informationen auf Fragen.

Jedoch verbrauchen Suchanfrage Energie, weshalb es nachhaltig sinnvoller wäre, wenige zu stellen. Google ist zwar der größte Nutzer erneuerbaren Energien, aber es gibt noch nachhaltigere Suchmaschinen.

Eine nachhaltigere Suchmaschinenvariante ist Ecosia, welche durch Suchanfragen der Nutzer bereits mehr als 50 Millionen Bäumen gepflanzt hat.

2.   Browser- und Sprachsuche vermeiden

Sowohl die Suche über den Browser, als auch über Sprachassistenten wie Siri, Cortana oder Alexa fordern einen höheren Energie- und Rechenaufwand, als die Suche über Suchmaschinen.

Am besten ist es eine Suchanfrage direkt zu stellen, als solche Assistenten zu nutzen.

3.   Ökostrom Zuhause nutzen

Tagtäglich nutzen wir elektronische Geräte zum Surfen im Internet – doch kaum jemand „verschwendet“ einen Gedanken daran, woher der Strom dafür herkommt.

Für wirklich nachhaltige Nutzung sollte man auf Strom aus erneuerbaren Energien setzen. Dazu zählen unter anderem Wind-, Solar- oder Wasserkraft.

4.   Alte Accounts und Abos löschen

Kaum hat man Online etwas bestellt, ist man ein Newsletter-Abonnent und bekommt regelmäßig E-Mails mit diversen Angeboten. Diese werden meistens ungelesen gelöscht. Ähnliches sieht es mit ungenutzten Accounts aus, die einen mit nervigen E-Mails wieder „zurück ins Boot“ holen wollen.

Es ist ratsam alle inaktiven Accounts zu löschen, die nicht mehr benutzt oder nicht benötigt werden. Ebenso das Abmelden von verhassten Newslettern spart nicht nur Energie, sondern macht auch Platz im Mail-Postfach für WIRKLICH wichtige Mails.

5.   Streaming-Dienst-Nutzung reduzieren

Auch wenn dieser Punkt ein Stich ins Herz ist: Das Streaming von Musik und Videos ist eine richtige CO2-Schleuder. Das deutsche Umweltbundesamt fand 2019 heraus, dass Streaming-Dienste ¾ des gesamten Datenvolumens im Internet ausmachen.

Um online den momentanen Lieblingssong zu hören oder die letzte Staffel Game of Thrones anzusehen, benötigt es eine enorme Datenmenge an Ton- und Bildinformationen rund um die Uhr, die von überall abrufbar sind. Dafür ist es notwendig, dass Daten auf mehreren Rechenzentren gespeichert sind.

Das soll jetzt nicht bedeuten, dass man auf Streaming-Dienste verzichten soll, jedoch ist es ratsam, Inhalte aus dem Internet häufiger offline zu nutzen. Beispielsweise indem man Lieder und Serien herunterlädt.

6.   Elektronische Geräte abschalten

Laptops, Handys, Tablets etc. verbrauchen Strom – selbst im Standby-Modus. Dadurch, dass jeder mittlerweile mehrere elektronische Geräte besitzt, kann sich das auf Dauer ganz schön läppern.

Genauso sieht es mit dem WLAN-Router aus. Eigentlich ist es nicht nötig, dass der Router die ganze Nacht Strom für deinen Internetanschluss verbraucht.

Es ist empfehlenswert Elektrogeräte abzuschalten, wenn man sich schlafen legt und wieder anmacht, wenn man aufsteht.

7.   Es muss kein neuer Laptop sein

Besonders nachhaltig ist es, den eigenen kaputten Laptop reparieren zu lassen. Wenn dieser jedoch nicht mehr zu retten ist, sollte man ihn fachgerecht entsorgen und den Kauf eines gebrauchten Gerätes bevorzugen, um natürliche Ressourcen zu sparen. Alte Elektrogeräte gehören nicht in den Hausmüll und schon gar nicht an den Straßenrand – leider kann man das immer wieder beobachten. Sollte der alte Computer wirklich absolut irreparabel sein, gibt es nachhaltigere Möglichkeiten der Entsorgung.

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass der Wunsch-Laptop nur so leistungsstark ist, wie er für die persönlichen Zwecke sein soll. Grafiker und Gamer brauchen meist andere Funktionen und Rechenleistungen, als jemand, der nur ab und an im Internet surft.

8.   Mit dem stationären Internet-Anschluss surfen

Die Datenübertragung über die Mobilfunkverbindung verbraucht deutlich mehr Energie, als über ein stationäres LAN oder WLAN. Jedoch surfen viele aus Bequemlichkeit lieber mit der Mobilfunkverbindung – auch, weil diese nicht viel teurer ist.

9.   Die angemessene Bildschirmgröße

Ähnlich wie beim Kauf eines neuen Laptops verhält sich auch die Größe des Bildschirms. Am nachhaltigsten ist es, sich jene Bildschirmgröße zu holen, die man auch wirklich benötigt.

Je größer der Bildschirm, umso mehr Energie wird verbraucht. Ganz davon zu schweigen, dass die größeren Geräte auch deutlich mehr kosten.

So wird bei der Anschaffung und beim Strom gespart.

Nachhaltigkeit im Internet – funktioniert das also?

Ja, es funktioniert! Jeder, der im Internet surft, kann zwar nie vollkommen nachhaltig sein, aber es ist wichtig, dass man es nachhaltiger tun kann.

Natürlich müssen nicht alle Tipps und Vorschläge auf Teufel komm‘ raus befolgt werden, doch oft bewirken kleine Schritte große Dinge.

Wenn jeder sich für eine nachhaltigere Lebensweise entscheidet, kann man viel erreichen.

Janina Zaminer



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