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Nachhaltiger CO2-Fußabdruck als Ziel

Der eigene CO2-Fußabdruck, das klingt abstrakt, dabei ist er ganz real – und individuell beeinflussbar. Unternehmen mit Nachhaltigkeit sorgen nicht nur für eine bessere Öko-Bilanz und eine lebenswertere Zukunft, sondern kurbeln auch den Unternehmenserfolg an.

(Lesedauer: 5 Minuten)

Nachhaltigkeit ist in der heutigen Zeit ein viel diskutiertes (wichtiges) Thema. Unter dem Schlagwort stecken ökonomische, soziale und ökologische Aspekte. Wichtig ist es, für wirtschaftliche Erfolge einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz zu verfolgen.

Was ist CO2?

Wenn man von CO2 spricht, ist von Kohlenstoffdioxid die Rede. Kohlenstoffdioxid ist ein natürliches Gas, das bei Verbrennung entsteht. Beispielsweise beim Autofahren, wenn Benzin verbrannt wird. Auch der Körper stellt CO2 beim Verbrennen von Kalorien her – diese werden anschließend ausgeatmet.

Eine geringe Menge CO2 ist also relativ normal und sogar nützlich: Pflanzen können Kohlenstoffdioxid wieder zu Sauerstoff umwandeln. Somit gibt es am Ende des Kreislaufs wieder Luft zum Atmen.

CO2 für Klimawandel hauptverantwortlich

Der Klimawandel bezeichnet die Erwärmung der Erdatmosphäre, infolge natürlicher Schwankungen oder menschlicher Aktivitäten. Seit den 50ern steigt die Erderwärmung durch die Treibhausgase besonders stark an. CO2 ist hierbei durch die Verbrennung fossiler Energieträger hauptverantwortlich für den Klimawandel.

Aus diesem Grund werden Produkte und Dienstleistungen stetig wichtiger, deren CO2-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette möglichst niedrig und nachvollziehbar sind. Zunehmend werden Unternehmen bevorzugt, die ökologisch verantwortungsvoll agieren – sowohl seitens der Kunden, als auch seitens von Investoren.

Kleiner ökologischer Fußabdruck zahlt sich nachhaltig aus

Um als Unternehmen eine gute Klimabilanz erzielen zu können, ist ein strenger Blick auf die Wertschöpfungskette von Nöten. Jene Unternehmen, die sich ihrer Auswirkungen bewusst sind und diese offenlegen, stellen einen großen Wert für die Gesellschaft dar.

In Sachen Klimamanagement eines Betriebes zeigt der Carbon Footprint, wie sich die unternehmerischen Aktivitäten auf die Umwelt auswirken. Ein reduzierter Fußabdruck lässt sich beispielsweise erreichen, indem von fossilen auf nachhaltige Energieträger gewechselt wird. Die Zahl von KMUs, die sowohl ökologische als auch sozial ausgerichtete Unternehmensziele in ihre Geschäftsstrategie einfließen lassen, steigt. Corporate Social Responsibility, kurz CSR, ist in vielen Firmen längst Standard. Entscheidend ist jedoch, dass CSR und Klimaschutz keine Schlagwörter bleiben, sondern von der Unternehmensführung vorangetrieben und den Mitarbeitern mitgetragen werden.

CSR in Unternehmen verankern

Vor jeder nachhaltigen Strategie steht der Wille zur Veränderung. Damit nachhaltige Innovationen gelingen, muss das gesamte Team hinter den Nachhaltigkeitsstrategien stehen. Welche Maßnahmen zu welchem Unternehmen passen, lässt sich nur individuell sagen. Neben den offensichtlichsten, wie etwa dem Wechsel zu erneuerbaren Energien und nachhaltiger Verwertung, stecken die wahren Einsparungs- und Optimierungspotenziale häufig im Detail.

Oft ist es ratsam, sich an Profis zu wenden. Es gibt beispielsweise Angebote zu Beratungen für die Footprint-Berechnung mittels Ökobilanz in der Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation, sowie im nachhaltigen Bauen.

Mehr Profit mit Nachhaltigkeit

Lässt sich der ökologische Fußabdruck unverkennbar reduzieren, muss dieses Ergebnis nach außen getragen werden, damit das Unternehmen und dessen Produkte sowie Dienstleistungen als ökologisch verantwortlich erkannt werden.

Ein möglichst kleiner Carbon Footprint kann sich also auch als werbewirksam erweisen. Es wird nämlich nicht nur der Umwelt geholfen, sondern auch das Unternehmen selbst profitiert wirtschaftlich von nachhaltigen Agieren. Einerseits, weil sich Kosten reduzieren lassen, andererseits, weil man offen wird für Innovationen. Dazu ist es von Nöten, das Geschäftsmodell ständig zu überdenken. Diese Flexibilität macht kreativ und konkurrenzfähig.

Nachhaltigkeit als gute Ausgangslage für kleine Unternehmen

KMUs können im Gegensatz zu großen Konzernen schneller auf neue Situationen reagieren und somit ihre Vorteile daraus ziehen. Da der Großteil der KMUs familiengeführt sind, richtet sich das Geschäftsziel nicht prominent auf einen schnellen Profit, sondern einen langfristigen Erfolg über mehrere Generationen, aus. Diese Einstellung macht es einfach, nachhaltige Überlegungen in die Unternehmensstrategie zu integrieren.

Auch (potenzielle) Arbeitskräfte schätzen immer mehr Arbeitgeber mit nachhaltiger Verantwortung. Man macht sich am Markt attraktiver. Mit nachhaltigen Produkten wären neue Märkte und Kunden erschließbar und als nachhaltiges Unternehmen gelänge eine zukunftweisende Positionierung.

Klimaschutz startet im Privatleben

Es ist empfehlenswert, sich nicht nur über den ökologischen Fußabdruck eines Betriebes im Klaren zu sein, sondern auch über den persönlichen. Dank neuesten technischen Spielerein gibt es praktisch Smartphone-Apps, die dabei unterstützen. Dadurch erkennt man einerseits seinen gegenwärtigen Status quo, andererseits lernt man Einsparungspotenziale kennen.

Pluspunkte gibt es beispielsweise für den Kauf regionaler Produkte und den bewussten Umgang mit Ressourcen. Der Kauf regionaler Produkte kommt wiederum zahlreichen KMUs zugute und kurbelt die Wirtschaft an. Damit sind auch Arbeitsplätze gesichert.

Den nachhaltigen Fußabdruck zusammen minimieren

Die Initiative „bewusstessen21“ fördert den bewussteren Umgang mit Lebensmittel. Highlight davon ist der Fußabdruck-Rechner auf www.bewusstessen21.at, wo jeder Interessierte den eigenen „CO2-Output“ berechnen kann. Noch dazu bietet die Webseite wichtige Tipps, wie man diesen „CO2-Output“ reduzieren kann, Links für einen gesünderen Lebensstil, nachhaltige Rezepte und etliches mehr.

Das ist wichtig für jeden Einzelnen von uns: Angeblich gehen laut ÖkoInstitut 25 Prozent der Gesamtumweltbelastung im privaten Konsum auf das Konto der Ernährung. Darüber hinaus entscheidet der bewusste Kauf regionaler Produkte über die Zukunft regionaler Produktionsstrukturen und damit über die Zukunft vieler KMUs und Arbeitsplätze.

Laut der Johannes Kepler Universität Linz kurbelt der Kauf regionaler Produkte die heimische Wirtschaft an. Diese Studie zeigt, dass der Einkauf von nur 20 Prozent mehr regionaler Lebensmittel bis zu 46.000 neue Arbeitsplätze in Österreich schaffen kann. Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen – dass bereits kleine Veränderungen bei der Ernährung und mehr regionale Einkäufe nachhaltig positive Auswirkungen auf CO2-Ausstoß und Flächenverbrauch haben. Und somit einen Gewinn für Gesundheit, Wirtschaft und Umwelt bedeutet.

Janina Zaminer



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