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Person bezahlt mit Karte

Digitales Bezahlen erleichtert den Alltag

Die Digitalisierung revolutioniert die Bezahlmöglichkeiten: digitales, Kontakt- und Bargeldloses Bezahlen ist mehr und mehr Standard und wird immer beliebter. Im Idealfall ist es schnell und unkompliziert, außerdem gibt es einige Menschen die – unabhängig von der Angst vor Keimen während der Pandemie – nicht gerne viel Bargeld mit sich herumtragen.

(Lesedauer: 5 Minuten)

Inzwischen ist der Markt verschiedener Bezahlmöglichkeiten riesig. Freunde solcher Lösungen freuen sich über die Auswahl, andere finden sich im Dschungel der Angebote nicht mehr zurecht. In den folgenden Zeilen finden sie die wichtigsten Möglichkeiten zum kontaktlosen Bezahlen mit ihren Vor- und Nachteilen.

NFC-Bankomat und Kreditkarten

NFC (Near Field Communications) ist seit 2013 eine etablierte und beliebte Form des kontaktlosen Bezahlens in Österreich. Die Bankomat- oder Kreditkarte wird an das Lesegerät gehalten und es kann ohne eingeben des PINs oder das Setzen einer Unterschrift bezahlt werden.

Ein weiterer Pluspunkt von NFC ist, dass die direkten Kontaktpunkte zwischen Mitarbeiter*Innen und Kunden*Innen reduziert werden, und man somit weniger in Berührung mit Keimen kommt.

Allerdings ist diese Methode nur für Beträge bis zu 50 Euro möglich. Nach NFC-Bezahlung von insgesamt 125 Euro hintereinander muss der PIN-Code der Karte eingegeben werden. Derzeit ist NFC also noch keine komplett kontaktlose Alternative zu Bargeld.

Alle gängigen Bankomat- und Kreditkarten sind NFC-fähig. Nahezu alle Läden akzeptieren diese Zahlungsmethode und die Geräte sind leicht verfügbar. Der Nachteil für den Händler: Wie für jede Transaktion via Bankomat- und Kreditkarte, muss auch hier eine kleine Gebühr abgegeben werden.

Digitale Karten auf Smartphone und –watch

Wer nicht nur auf das lästige Bargeld, sondern überhaupt auf die gesamte Geldbörse verzichten möchte, sei eine digitale Debitkarte nahegelegt. Große österreichische Banken bieten mittlerweile eigene Apps an, in denen die Kartendaten hinterlegt sind.

Dafür wird jedoch ein NFC-fähiges Android-Smartphone benötigt (iOS bietet mit Apple Pay seinen eigenen Dienst). Hier gelten dieselben Vor- und Nachteile wie bei der klassischen NFC-Karte. Aber Vorsicht: Ohne Akku funktioniert das Bezahlen nicht!

Apple Pay

Der Tech-Gigante Apple hat früh reagiert und für seine Geräte eine eigene Lösung entwickelt. Diese nutzt Face- und Touch ID als Sicherheitsfeature, funktioniert sonst aber vergleichbar wie jede andere digitale Karte. Was die Technologie dahinter betrifft, so hat der Technologieriese das Rad nicht neu erfunden: Auch Apple Pay funktioniert mit der NFC-Technologie – inklusive all seiner Vor- und Nachteilen. Allerdings wird Apple Pay noch nicht von allen Banken unterstützt.

Google Pay

Seit November 2020 ist der Dienst Google Pay in Österreich verfügbar. Ob Google den verspäteten Markteinstieg aufholen kann, wird sich noch zeigen. Die großen Banken haben längst eigene Apps entwickelt und die Bekanntheit lässt (noch) zu wünschen übrig.

Bluecode

Der Konflikt zwischen den Streithähnen USA zieht weite Kreise – auch im Bezahlwesen. Statt auf Google Pay zu setzen, verlässt sich der chinesische Konzern Huawei auf den österreichisch-schweizer Anbieter Bluecode. Dieses Programm kann europaweit in die Huawei Wallet integriert werden, die bisher nur für Kundenkarten und Coupons verfügbar war. Bluecode unterscheidet sich von der NFC-Zahlung: Beim Einkaufen wird ein anonymer Barcode generiert, der an der Kassa eingescannt wird. Dadurch soll die App mehr Sicherheit, als dessen Konkurrenten bieten und attraktiver für NFC-Skeptiker*Innen sein.

Ebenfalls ansprechend ist die Unabhängigkeit von den amerikanischen Anbietern. Laut eigenen Angabe sei man mit allen österreichischen Banken vernetzt und werde von über 85% der heimischen Lebensmittelhändler akzeptiert.

Scan & Go

Zurzeit testet der Lebensmittelhändler Billa, wie das Anstellen an Kassen umgangen werden kann. Mit der „Scan & Go“-App scannen Kunden die Barcodes der Produkte selbst ein und erteilen dann per Smartphone die Zahlungsanweisung via Kreditkarte oder Mastercard. Zum Schluss muss am Ausgang der Filiale ein Checkout-QR-Code gescannt werden. Zurzeit wird das System nur in einer Wiener Filiale getestet.

Billa wirbt hauptsächlich mit der Zeitersparnis für die Kunden. Vorteilhaft für das Unternehmen ist das Sammeln von Informationen über das Einkaufsverhalten – was allerdings nicht jedem Kunden gefallen dürfen.

Überweisung

Eine bereits etablierte Art der kontaktlosen Bezahlung ist die klassische Überweisung. Vor allem während dem ersten Lockdown war diese Bezahlungsart für Unternehmen ein gutes Mittel, um ihre Geschäftstätigkeiten weiterzuführen. Kunden können online oder telefonisch bestellen, überweisen den Beitrag und können dann die Ware(n) entweder selbst abholen oder zustellen lassen.

Zwar klappt die Überweisung für Unternehmen gänzlich ohne Terminal und großen Mehraufwand, jedoch ist diese Bezahlungsart langsamer als die oben genannten Methoden und für Kunden umständlicher.
Für leicht verderbliche Waren oder Produkte, die schnell benötigt werden, bietet sich diese Variante nicht an.

Janina Zaminer



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